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Arbeits Kreis NORDEN


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Zwischen Goldgräberstimmung und Apokalypse.
Räumlich-funktionaler Wandel im Gebiet Murmansk in der Barentsregion

von Arne Sünnemann

Zusammenfassung

In den westlichen russländischen Grenzregionen, die während der Sowjetunion aus politischen und strategischen Gründen als "geschlossen" oder "halbgeschlossen" galten, in ihrer zivilen regionalen Entwicklung gehemmt waren und in direkter Abhängigkeit zum sowjetischen Machtzentrum standen, vollziehen sich mit der einsetzenden und sich stabilisierenden regionalen Entwicklung jenseits der früheren sowjetisch geprägten Strukturen neue räumliche Orientierungs- und Entwicklungsprozesse. Dies gilt in besonderem Maße für die ressourcenreichen, peripheren nördlichen Grenzgebiete, wie die Oblast' Murmansk. Belastet mit einem schweren sowjetischen Erbe einerseits und ausgestattet mit wertvollen Ressourcen andererseits, entwickelt sich das Gebiet in enger Kooperation mit seinen nordischen Nachbarn und trotz anhaltender Abwanderung zu einer möglichen Wachstumsperipherie. Der folgende Beitrag möchte den einsetzenden Wandel unter besonderer Berücksichtigung der speziellen Entwicklungsgeschichte des Gebietes beleuchten und versuchen, die Chancen aber auch Risiken - zwischen Goldgräberstimmung und Apokalypse - aufzuzeigen. Dabei werden keine abschließenden Ergebnisse präsentiert, sondern der folgende Beitrag möchte als Diskussionsanstoß für die ablaufenden Entwicklungen im russländischen Teil Nordeuropas verstanden werden. Die Grundlage für die folgenden Ausführungen bilden mehrere Forschungsreisen sowie Expertengespräche in dem Gebiet in den Jahren 2000 und 2004 im Rahmen von projektvorbereitenden Studien.